Drogen-MPU

Wenn Ihnen wegen Drogen eine MPU droht oder angeordnet wurde, klären wir Ihre Ausgangslage und sagen Ihnen verständlich, was zu tun ist.



Worauf es bei der Drogen-MPU ankommt

Was wirklich zählt, ist eine schlüssige, selbstkritische und widerspruchsfreie Einordnung –

und eine glaubwürdige Prognose, warum Konsum und Regelverstöße künftig nicht wieder vorkommen.

Anders gesagt: Die Begutachtung prüft nicht „gute Vorsätze“ -

sondern Stabilität: Einsicht, Konsequenz, und ein Konzept, das im Alltag funktioniert.


Typische Themen einer Drogen-MPU

Auch bei der Drogen-MPU geht es um das Gesamtbild: Was zeigt die Akte, welche Konsumgründe gab es und was ist heute stabil anders? Typischerweise stehen vier Bereiche im Mittelpunkt:

Anlass & Aktenlage – was vorliegt und welche Fragestellung geprüft wird.

Konsum & Einordnung – Substanz, Häufigkeit, Situationen: nachvollziehbar, widerspruchsfrei.

Ursachen & Risikomuster – Auslöser, Trigger, Warnsignale und Dynamik erkennen.

Stabilisierung & Rückfallvermeidung – Alltag, Umfeld, Regeln, Plan A/Plan B.

Die folgenden Fragen zeigen, wie diese Punkte im Gespräch abgeprüft werden.

Gutachterfragen (Drogen-MPU)

Typische Fragen – und worauf es bei den Antworten ankommt:

  1. Was war der Anlass der Auffälligkeit (Kontrolle, Hinweis)?
  2. Welche Substanz(en) haben Sie konsumiert – und wie häufig?
  3. In welchen Situationen wurde konsumiert (Anlass, Umfeld, Routine)?
  4. Warum wurden (THC-) Konsum und Verkehr nicht sauber getrennt?
  5. Welche Auslöser gab es (Stress, Feiern, Konflikte, Druck)?
  6. Welche Warnungen haben Sie übersehen – und wie erkennen Sie sie heute?
  7. Was ist seitdem stabil anders (Alltag, Umfeld, Umgang mit Stress, Routinen)?
  8. Welche Regeln gelten heute konkret (Abstinenz/Alternative)
  9. Und wie sichern Sie diese im Alltag ab?
  10. Was ist Ihr Plan, wenn es kritisch wird (Plan A/Plan B), um Rückfälle zu vermeiden?

Hinweis:

Welche Fragen im Detail kommen, hängt von Fragestellung und Aktenlage ab und wird in der Vorbereitung gezielt durchgesprochen.



Cannabis/THC im Straßenverkehr

Der Grenzwert wurde 2025 gesetzlich angepasst (3,5 ng/ml THC im Blutserum). Für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21 gelten gesonderte Regeln. BMV+1 

Zum Thema Abstinenznachweise 

Die erforderliche Dauer hängt von der Fragestellung und Ihrer Aktenlage ab. In der Praxis werden – je nach Konstellation – längere Nachweiszeiträume verlangt; die aktuellen Beurteilungskriterien/FAQ nennen u.a. 15 Monate und ordnen Fälle ein, in denen 18 Monate vorkommen können. dgvm-verkehrsmedizin.de. Wichtig: Starten Sie ein Programm erst dann, wenn klar ist, was in Ihrem Fall wirklich gebraucht wird – sonst wird es unnötig teuer oder passt am Ende nicht.

Wir klären das im Erstgespräch und vermeiden typische Fehler (falscher Start, falsche Taktung, unpassendes Programm).



Nachweißbarkeit von Drogen

Die Nachweisbarkeit hängt von mehreren Faktoren ab (Konsumhäufigkeit, Substanz, Stoffwechsel, Körperfett u. a.). Die folgende Übersicht bietet eine grobe Orientierung.

Substanz Wirkungsdauer Nachweisbarkeit Im Urin Im Blut
Amphetamine 6-12 Std. 2-4 Tage, abhängig vom Urin-ph-Wert 2-4 Tage je nach Urin-ph-Wert
Benzodiazepine 4-12 Std. oral 1-3 Tage, 4-6 Wochen bei Langzeiteinnahme einige Stunden bis Tage
Cannabis 1-4 Stunden geraucht; 2 - 10 Stunden oral (Kuchen, Kekse ...) 2-3 Tage nach 1x Konsum; 5 Tage bei 4x pro Woche kiffen; 10 Tage bei tägl. Konsum; 20 Tage bei Intensivkonsum gelegentlicher Konsum: 3 Tage regelmäßiger Konsum: bis zu 30 Tagen
Ecstasy (MDMA, MDA, MDE) 3-12 Std. (oral) 1-4 Tage bis zu 24 Stunden
Speed 6-12 Std. 1-3 Tage (gesnieft) 1 Tag
Crystal bis 30 Std. (gesnieft) 1-3 Tage 1 Tag
Kokain 1-3 Std. (gesnieft) 10-30 min. (geraucht) 2-4 Tage bis zu 24 Stunden
LSD 6-12 Std. (oral) 1-2 Tage 12 Stunden
Heroin 3-6 Std. (gespritzt) 1-4 Tage bis zu 8 Stunden
Methadon 12-24 Std. (oral) 2-3 Tage 2 Tage
Barbiturate 3-24 Std. (oral) kurz wirkende: 2-4 Tage lang wirkende: mehrere Wochen einige Stunden bis Tage
Psilocybin 3-10 Std. (oral) 1-3 Tage 1-3 Tage


Welche Verfahren sind anerkannt?

Die üblichen Verfahren für den Abstinenznachweis sind Urinkontrollen oder Haaranalysen.

Was kosten die Kontrollen?

 1.) Urinkontrollen

4 Kontrollen in 6 Monaten. 6 Kontrollen, wenn 12 Monate Abstinenz nachgewiesen werden müssen. Die Einbestellung erfolgt kurzfristig innerhalb von 24 Stunden. Alle 3 - 10 Wochen wird eine Urinabgabe unter Sicht durchgeführt, d.h. im Beisein einer Kontrollperson. 


Kosten:

100 - 120 € pro Analyse bei Cannabis

220 - 250 € pro Analyse bei BTM + Alkohol


2.) Haaranalysen

1 Haaranalyse von 6 cm Länge, wenn 6 Monate erforderlich sind. Eine weitere Analyse nach 6 Monaten von nochmals 6 cm Länge, wenn 12 Monate Abstinenz nachgewiesen werden müssen.


Kosten:

275 bis 350 € pro Analyse.


Achtung!

Gefärbte Haare verfälschen die Analyse und sind nicht verwertbar!


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1.) Urinkontrollen


7 Kontrollen bei 15-monatigem Abstinenznachweis. Die Einbestellung erfolgt kurzfristig innerhalb von 24 Stunden. Alle 3 - 8 Wochen eine Urinabgabe unter Sicht im Beisein einer Kontrollperson. 


Kosten: 100 - 120.- € pro Analyse / bei Opiaten ca. 160.- € / Btm und Alkohol ca. 200 - 250.- € pro Analyse.


2.) Haaranalysen


2 Haaranalysen von je 6 cm alle 6 Monate und 1 Haaranalyse von 3 cm zum Abschluss. Lückenlos!


Kosten: 200.- bis 275.- € pro Analyse 


Sie haben Fragen? 

0800 - 567 66 66

   Kostenfreie MPU Soforthilfe 

Damit Sie gleich wissen, was zu tun ist



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